Himmelsfarben
„Die Himmelsfarben verbinden sich mit der Landschaft und geben mir das Gefühl, Teil eines riesigen Naturparks zu sein“, sagte Maler Dax. Ihm sei nicht unbedingt wichtig gewesen „ortsidentische“ Motive zu malen. Vielmehr gab die Natur die Initiative zu den Bildern. Beim Hören klassischer Musik versuchte Dax immer wieder, die Farben- und Lichtspiele in spontaner und ungeduldiger Arbeitsweise im Bild einzufangen.
Wer die hiesige norddeutsche Landschaft kennt, der findet sie in den Bildern. Die Farben scheint es wirklich zu geben. Sie wechseln im Licht des Himmels, die Wolken bilden eine Fülle von seltsamen Figuren, und das Licht verwandelt alles in ein unwirkliches Farbenmeer.
Dax sagte, dass es ihm gleichzeitig aber auch bewusst sei, dass man eigentlich die wirkliche Annäherung zur großen Natur nicht erreicht. Trotzdem aber fühlte er sich immer wieder neu verleitet, wenn die vier Jahreszeiten mit ihren Farbspielen locken, sie auf Leinwand oder Papier ins Bild zu setzen.
So entstanden oftmals Arbeiten, die den Midlumer in Gestaltungsweise und Bildinhalten ein wenig als absoluten Verehrer des großen Expressionisten Emil Nolde erkennen lassen. Unter bewusster Einbeziehung des Zufalls, insbesondere bei den Aquarallen, schaffte Dax dennoch eigene Freiräume in seinen Arbeiten.

