Dax und der Clown
Schon als junger Mensch zog es Dax immer wieder in die „Gegend des Lichtes“ in Deutschland. Und so ist es für ihn so etwas wie eine logische Folgerung, sich im hohen Norden nieder zu lassen. Mit der Sehnsucht nach hellem, starkem Licht, das Dax in dem farbigen Leuchten des Himmels und der norddeutschen Landschaft wahr nimmt, oftmals in dunkler Gegensätzlichkeit, setzt der Maler immer wieder besondere Akzente in seinen Aquarellen und Acrylbildern auf Leinwand.
Es ist kein Zufall, dass sich Dax auch mit dem „Licht um die Gestalten des Menschen“ in seinen Bildern beschäftigt, so wie er es in seiner früheren Theaterzeit auf der Bühne selbst erlebt hat. Die Figur des Clowns ist dabei für ihn ein besonderes Thema. Als Aquarell oder Acrylbild entstehen Arbeiten, in denen sich Dax vielleicht selbst ein wenig sieht. Der Clown, Glücksbringer oder Widersacher, eine Verbindung zwischen Symbol und nachvollziehbarer Wirklichkeit. Er scheint weder zu leiden – noch sich zu freuen. Person und Maske fallen irgendwie zusammen. Die Aufgabe des Clowns steht wohl fest: Das Licht um sich herum zu suchen, Tragik und Glück zu vereinen. Wenn er am Schlusse seiner Theatervorstellung, im hellen Scheinwerferlicht an der Bühnenseite stehend, matt erstaunt und gleichzeitig nach seinem Auftritt sich „von der Bühne verstoßen“ fühlt und sich mit der harten Wirklichkeit seiner Zeit uneins empfindet, sich dann aber dennoch die vorsichtige Frage an das nicht mehr vorhandene Publikum stellt: „War ich ganz gut?“.
Bei den Clownsbildern von Dax handelt es sich meist immer um Halbfiguren, um so den jeweiligen Gesichtsausdruck hervorzuheben.
Den Schwerpunkt seiner Arbeiten stellen jedoch Landschaftsbilder dar, aber seine Clownbildnisse spiegeln sicherlich auch etwas vom Inneren des Malers wieder.
(aus Inselmagazin Nr. 22)

